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Seilwindenhersteller ROTZLER erwartet gutes Geschäftsjahr 2009

24.07.09
Bisher kein Anlass zur Sorge beim Seilwindenhersteller

Die Belegschaft des Seilwindenherstellers ROTZLER in Steinen kann beruhigt in die Sommerferien gehen. Auf einer Betriebsversammlung informierten Geschäftsleitung und Betriebsrat die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu aktuellen Themen und über die derzeitige Lage des Unternehmens. Für den Betriebsrat zog der Vorsitzende Thomas Wagner Bilanz und berichtete über die Tätigkeiten der Arbeitnehmervertretung. Der neue kaufmännische Leiter bei ROTZLER, Christopher Friedrich, erläuterte den Jahresabschluss 2008 und bescheinigte dem Unternehmen eine solide Finanzbasis sowie eine bisher sehr gute Profitabilität. Dieses wird durch den Geschäftsbericht 2008 bestätigt, den die Firma ihren Mitarbeitern jährlich aushändigt.

Geschäftsführer Jürgen Rotzler erläuterte den bisherigen Verlauf 2009. Für ROTZLER maßgeblich sind zwei große Märkte, nämlich zivile und wehrtechnische Anwendungen für Seilwinden. Der wehrtechnische Markt unterliegt antizyklischen Schwankungen. Er ist geprägt von teilweise langfristigen Projekten. Dieser Markt bildet derzeit einen Schwerpunkt für das Unternehmen und hilft, die Auswirkungen der Krise abzumildern. Im zivilen Markt sind die Auswirkungen der Krise auch bei ROTZLER zu spüren. Trotz Auftragsrückgängen in diesem Bereich wird ROTZLER voraussichtlich seine Umsatzplanung für 2009 übertreffen. „Im ersten Halbjahr 2009 verzeichneten wir einen Umsatz, der deutlich über unseren Erwartungen liegt. Wir werden im 2. Halbjahr 2009 eine leichte Beruhigung haben, dies ist jedoch kein Anlass zur Sorge. Es ist insgesamt ein gutes Geschäftsjahr bei anständigem Ertrag zu erwarten", erläutert Jürgen Rotzler.

Und er konnte allen die gute Nachricht überbringen, dass aus jetziger Sicht mit hoher Wahrscheinlichkeit Kurzarbeit oder sogar Entlassungen kein Thema sind.

Für das Jahr 2010 wagt der Geschäftsführer dann noch einen Ausblick. Rotzler geht davon aus, dass auch 2010 ein für ROTZLER normales Jahr werden kann. "Die Krise wird vorbei gehen, wenn auch nicht ad hoc. Allerdings wird die Welt von ROTZLER danach nicht mehr die gleiche sein, wie davor". Wichtig für die Zukunft sei die Konzentration auf Märkte mit Wachstumspotential. Dazu gehören Asien und Südamerika, wo das Unternehmen seine bisherigen Aktivitäten verstärken muss. "Die Anforderungen in diesen Märkten unterscheiden sich deutlich von Europa oder Nordamerika. Nicht zuletzt die unterschiedlichen Kulturen werden für uns eine Herausforderung sein," so Jürgen Rotzler. Europa und Nordamerika werden wohl auf längere Sicht nicht zu alter Stärke zurückfinden. Ziel von ROTZLER ist, seine heutige weltweite Spitzenposition in der Wehrtechnik unter den Anbietern von Winden- und Systemlösungen weiter ausbauen. Der Anteil am Umsatz im zivilen Markt soll sich ebenfalls erhöhen.

Dabei legt Jürgen Rotzler den Fokus auf die Faktoren, die das Unternehmen auszeichnen: Qualität und Kundenzufriedenheit. Denn nur diese sichern im Endeffekt auch Arbeitsplätze. Eine reine Gewinnmaximierung oder die ausschließliche Konzentration auf Wachstum war und ist auch zukünftig für ROTZLER nicht erstrebenswert.

Um diese Ziele zu erreichen, werden ständig Prozesse im Unternehmen überprüft und Maßnahmen ergriffen, diese zu verbessern. So ist inzwischen eine Stahlbauabteilung eingerichtet worden, die kurzfristig komplexe Teile liefert. Dies erlaubt kürzere Lieferzeiten von kundenspezifischen Teilen und ist zu einem echten Wettbewerbsvorteil geworden. Auch eine Elektrowerkstatt wurde als zukunftsgerichtete Abteilung neu geschaffen.

Abschließend würdigte Jürgen Rotzler seine Belegschaft und deren harte Arbeit an den Werkbänken und Schreibtischen und forderte sie auf, sich weiterhin wie bisher zu engagieren, um so die Voraussetzungen für eine weitere erfolgreiche Zukunft zu schaffen.

Über Rotzler:
Weltweit ist Rotzler ein führender Anbieter von Seilwinden und Systemen für die verschiedenen Herausforderungen beim Heben und Ziehen von Lasten. Zu den Anwendungsbereichen für Rotzler-Produkte gehören Seilwinden für industrielle Investitionsgüter, unter anderem für Krane, Bohrgeräte und die Schifffahrtsindustrie, sowie für Fahrzeuge im Rettungswesen und wehrtechnische Anwendungen, bei denen auch komplette Systemverantwortung übernommen wird. Das traditionsreiche Familienunternehmen mit Sitz in Steinen am südlichen Ende des Schwarzwalds ist weltweit tätig mit Tochterunternehmen in Kanada und Südkorea. Insgesamt beschäftigt Rotzler derzeit etwa 180 Mitarbeiter.


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